Trupa Trupa

Headache remastered review – Musik an sich

Und was soll ich sagen, zu Recht. Das Info spricht von einer Band die Rock spielt und dabei vor allem das Beste des 90er-Jahre-Rocks mit Pavement, Slint und The Black Angels aufgesogen hat und dieses in seiner eigenen modernen Form raushaut. Da ist was dran, doch zum einen fehlen mir in der Liste Blur, zum anderen sehe ich sie viel tiefer in den späten 60er, frühen 70er Jahren.

Die verspielten Tracks weisen eine Menge Psychedelia auf und werden durch den spröden Sound zu echtem Rock. In meinen Ohren klingen Trupa Trupa als wären Syd Barrett und Richard Wright wieder auferstanden und würden mit Damon Albarn und Johnny Greenwood eine Band mit Bezug auf die frühen Pink Floyd, Jefferson Airplane, den späten Beatles gründen und neue Songs schreiben und spielen.

Da sind zum einen die verträumten Gitarren, die repetitiven Sounds, das sehr an den frühen Wright erinnernde Keyboard. Dazu kommen die verträumt klingenden Texte. Der Bass klingt ein wenig nach den genannten 90er-Bands, nur in sehr krachig. Die Stücke an sich haben alle wunderbare Melodien, die jedoch gern mal von Schrammeln in den Hintergrund gedrängt werden oder auch in ziemlich dick aufgetragenen Satzgesang münden. Dieser klingt jedoch nicht kitschig, sondern durch den rauhen Klang der Produktion genau richtig. Das Titelstück mit seiner repetiven Gitarre, Bass und Schlagzeugspiel steigert sich in bester Floyd-Manier in einen psychedelischen Spacetrack und konterkariert so die wundervollen Pop-, Rock- und Psychperlen des Albums.

Fans der genannten Gruppen finden in Hedache perfekten Stoff, und die gute Nachricht ist, dass der Nachfolger bereits für Anfang nächsten Jahres angekündigt ist.

Wolfgang Kabsch, www.musikansich.de

Headache remastered review – Musik an sich